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Monday, December 14, 2015

(GERMAN TRANSLATION) Dringender Aufruf an Papst Franziskus den Kurs zu ändern oder das Petrusamt aufzugeben

Written by  The Remnant
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8. Dezember 2015
Fest der Unbefleckten Empfängnis

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit Beginnt: Ein Offener Brief an Papst Franziskus

Eure Heiligkeit,

Als Papst Coelestinus V erkannte, dass er ungeeignet war für das Amt, zu dem er als der Einsiedler Peter von Morrone so unerwartet erwählt worden war, und den Schaden sah, den seine schlechte Amtsführung anrichtete, legte er (im Jahr 1294), nach einer Amtszeit von nur fünf Monaten, das Papstamt nieder. Er wurde im Jahr 1313 von Papst Clemens V heilig gesprochen. Nachdem jeder Zweifel an der Gültigkeit eines so auẞergewöhnlichen päpstlichen Aktes behoben worden war, legte Papst Bonifatius VIII auf ewig fest (ad perpetuam rei memoriam), dass der „Römische Papst sein Amt frei niederlegen kann”.
 
Immer mehr Katholiken, Kardinäle und Bischöfe eingeschlossen, gelangen zu der Erkenntnis, dass Ihr Pontifikat, welches ebenfalls das Ergebnis einer unerwarteten Papstwahl ist, in vergleichbarer Weise der Kirche sehr schadet. Man kann nicht mehr verneinen, dass Sie entweder nicht die Fähigkeit oder den Willen haben, das zu tun, was ein Papst tun muss: sich und die Kirche fortwährend zu verpflichten, Gottes Wort zu gehorchen entgegen jedem Versuch der Anpassung, der Abschwächung und jeder Form des Opportunismus, wie Ihr Vorgänger richtig festgestellt hat.  

Im Gegenteil dazu, wie in der beigefügten Klageschrift aufgezeigt, haben Sie viele alarmierende Anzeichen von Feindlichkeit gegenüber der traditionellen Lehre der Kirche, ihrer Disziplin und ihren Gebräuchen gegeben, und sogar gegenüber den Gläubigen, die all dies zu verteidigen suchen, während Sie sich intensiv mit sozialen und politischen Fragen beschäftigen, die die Kompetenz eines Papstes übersteigen. Daher sind die Feinde der Kirche hocherfreut über Ihr Pontifikat and loben Sie mehr als alle Ihre Vorgänger. Eine derart schlimme Situation hat keinerlei kirchengeschichtliche Parallele.


Letztes Jahr, als Sie
über den Rücktritt von Papst Benedikt sprachen, haben Sie, Eure Heiligkeit, erklärt „Ich würde das gleiche tun“, sollten Sie sich nicht mehr in der Lage fühlen, das Papstamt auszuüben. Am ersten Jahrestag der Amtsniederlage von Papst Benedikt haben Sie die Gläubigen dazu aufgerufen, Sie „im Gebet für Seine Heiligkeit Benedikt XVI, einen Mann von grossem Mut und grosser Demut, zu begleiten“.  

Schweren Herzens und im Bewusstsein, dass wir im Angesicht dessen stehen, der uns einmal richten wird, bitten wir, Ihre Untergebenen, Sie, Eure Heiligkeit, Ihren Kurs zu ändern, zum Wohle der Kirche und für das Heil der Seelen. Sollte dies nicht möglich sein, Eure Heiligkeit, wäre es nicht besser, das Amt des Apostels Petrus niederzulegen, als die Verantwortung zu tragen für das, was ein katastrophaler Kompromiss für die Integrität der Kirche zu werden droht?

In dieser Hinsicht machen wir uns die Worte der heiligen Kirchenlehrerin Katharina von Siena zu eigen, die
in ihrem berühmten Brief Papst Gregor XI ermahnte, die Kirche während einer ihrer schwersten Krisen in die richtige Richtung zu steuern: „Da Er Ihnen die Autorität gegeben hat und Sie sie angenommen haben, müssen Sie all Ihre Tugend und Kraft einsetzen; und wenn Sie dies nicht tun wollen, wäre es besser für Sie, das zurückzugeben, was Sie angenommen haben...“

Maria, Hilfe der Christen, bitte für uns!


Ihre Untergebenen in Christus,

Christopher A. Ferrara
Michael J. Matt
Dr. John Rao
Professor Brian McCall
Elizabeth Yore
Timothy J. Cullen
Judge Andrew P. Napolitano
Chris Jackson
Eric Frankovitch
Michael Lofton
Father Celatus
Connie Bagnoli
Susan Claire Potts
Robert Siscoe
John Salza, Esq.
James Cunningham
Vincent Chiarello
John Vennari

 

Unterzeichnen Sie diese Petition am Ende des Dokumentes. Es sind keine weiteren persönlichen Angaben erforderlich, und Ihr Name wird nicht online erscheinen.

Libellus/Klageschrift
 
Als Ihr Vorgänger Benedikt XVI als Nachfolger Petri zum ersten Mal die Kathedra, den Sitz des Bischofs von Rom, einnahm, erinnerte er die gläubigen Katholiken daran, dass „der Papst kein absoluter Herrcher ist, dessen Denken und Willen Gesetz sind”, sondern dass der Dienst des Papstes „Gehorsam gegenüber Christus und seinem Wort” garantiert. Dementsprechend, sagte Benedikt, “darf ein Papst nicht seine eigenen Ideen verkünden, sondern muss – entgegen allen Versuchen von Anpassung und Verwässerung sowie jeder Form von Opportunismus – sich und die Kirche immer zum Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes verpflichten“.

Der Kurs, den Ihr Pontifikat bisher eingeschlagen hat, hat uns dazu gezwungen, öffentlich zu erklären, dass Sie es versäumt haben, die Natur des Petrusamtes zu respektieren, indem Sie es auf eine Art und Weise missbrauchen, die die Kirche nie zuvor erlebt hat. Wir legen hiermit Eurer Heiligkeit die Hauptbedenken dar, die in allen Bereichen der Kirche Alarm ausgelöst und diese Bittschrift motiviert haben.

Zum Ersten: Anstatt die beständige Lehre der Kirche gemäẞ des Wortes Gottes zu verkünden, haben Sie durchwegs Ihre eigenen Ideen in Predigten, Pressekonferenzen, Bemerkungen aus dem Stegreif,
Interviews mit Journalisten, verschiedenenen Reden und persönlich gefärbten AuslegungenderHeiligen Schrift proklamiert. Diese Ideen, die von verstörend bis hin zu eindeutig heterodox reichen, sind klar in Ihrem persönlichen Manifest „Evangelii Gaudium“ präsentiert. Dieses Dokument enthält eine Anzahl verblüffender Erklärungen, dergleichen kein Römischer Pontifex je zu äuẞern gewagt hätte. Darunter sind Ihr „Traum... alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten der Kirche, die Handlungsweisen, die Zeitpläne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur ein Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt als der Selbstbewahrung dient“ (Evangelii Gaudium, 27). Es ist unglaublich, dass ein Papst eine nicht-existente Opposition zwischen der Selbstbewahrung der Heiligen Katholischen Kirche und ihrer Sendung in der Welt postuliert.

Zum Zweiten: Anstatt dass Sie sich und die Kirche zum Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes verpflichten, haben Sie wiederholt apostolische und kirchliche Traditionen missbilligt, so wie auch die Gläubigen, die diese verteidigen. Auch hier fasst Evangelii Gaudium Ihre Denkrichtung zusammen: „Ich hoffe, dass mehr als die Furcht, einen Fehler zu machen, unser Beweggrund die Furcht sei, uns einzuschließen in die Strukturen, die uns ein falsches Sicherheitsgefühl geben, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns sicher fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet und Jesus nicht müde wird uns zu sagen: » Gebt ihr ihnen zu essen! 
« (Mk6,37).“ (Evangelii Gaudium, 49)

Dem gläubigen Katholiken verschlägt es die Sprache, wenn ein Papst Konstitution, Lehren und Gebräuche der Kirche zu “Strukturen”, “Regeln” und “Gewohnheiten” herabwürdigt, welche die Menschen ihrer spirituellen Nahrung berauben und sie vor der Tür der Kirche verhungern lassen. Sie wagen dies zu behaupten gerade im Hinblick auf die Kirche, die ganze Zivilisationen aufgebaut und umgewandelt hat und Nährboden war für zahllose Heilige, religiöse Orden, Berufungen zum Priester- oder Ordensstand und Institute der Nächstenliebe, für das Heil der Seelen und für unvergleichliche Werke der körperlichen Barmherzigkeit.

Gleichzeitig haben Sie sich so häufig über die Gläubigen, die die Traditionen der Kirche verteidigen, lustig gemacht, dass ein Beobachter ein “Kleines Buch der Beleidigungen” zusammengestellt hat, welches viele Beispiele dieses bisher einmaligen verbalen Angriffs eines Papstes gegen seine eigenen Untergebenen dokumentiert. Unter den Beinamen, die sie mit leichtfertiger Unbekümmertheit treuen Katholiken entgegenschleuderten, finden sich: „Fundamentalisten”, „Pharisäer”, „Pelagianer”, „Triumphalisten”, „Gnostiker”, „Nostalgiker”, „oberflächliche Christen“, „Schar der Erwählten“, „Pfaue“, „moralistische Haarspalter“, „Uniformisten“, „stolz, selbstgefällig“, „intellektuelle Aristokraten“, „christliche Fledermäuse, die Schatten dem Licht der Anwesenheit des Herrn vorziehen“ usw.

Hingegen haben Sie kein einziges hartes Wort über die offenen Feinde der Lehren des Glaubens verloren oder über Menschen mit abweichendem Sexualverhalten, die die katholische Hierarchie plagen. Im Gegenteil, Sie erklärten
Wer bin denn ich, zu richten?”und respektierten somit „homosexuelle Personen“ unter den Geistlichen, im Besonderen den berühmt-berüchtigten homosexuellen Priester, den Sie zum Oberhaupt Ihres eigenen Haushaltes gemacht haben und der eine abstoẞende Vertrautheit mit Ihrer Person zeigt. Sie haben Menschen mit abweichendem Sexualverhalten, darunter Transsexuelle und Homosexuelle, weit und breit bekannt gemachte Audienzen bewillligt und haben diese Begegnungen persönlich via Telefon arrangiert. Sie haben Befreiungstheologen, die von Ihren beiden unmittelbaren Vorgängernzum Schweigen gebracht und suspendiert worden waren, Förderer der Homosexualität Förderer der Homosexualität und Prälaten, welche Sexualverbrechenvon homosexuellen Priestern vertuscht hatten, rehabilitiert und sogar mit Ernennung zu prestigeträchtigen Ämtern belohnt.

Evangelii Gaudium fasst die offene Verachtung – ohne Präzedenz in den Annalen des Papsttums –, mit der Sie die Verteidiger von doktrineller und liturgischer Korrektheit betrachten, treffend zusammen. Sie verlächerlichen eine „ostentative Sorge für Liturgie, Lehre und das Ansehen der Kirche” (Evangelii Gaudium, 95), beschuldigen leichtfertig traditions-bedachte Katholiken, dass „ihnen die wirkliche Einsenkung des Evangeliums in das Gottesvolk und die konkreten Erfordernisse der Geschichte keine Sorgen bereiten“ und karikiern sie hart und zu Unrecht als Menschen, die die Kirche in „ein Museumsstück oder in ein Eigentum einiger weniger“ zu verwandeln suchen.

Ihre verachtungsvolle Geisteshaltung diesbezüglich wurde in aller Tiefe offenbart, als Sie einen Messdiener demütigten, was in die ganze Welt ausgestrahlt wurde und
im Internet festgehalten ist. Als dieser in andächtiger Haltung, mit gefalteten Händen, am Eingang zu den vatikanischen Grotten, die Sie besuchten, stand, haben Sie seine Hände auseinandergenommen und ihn aufgezogen mit den Worten: „Sind deine Hände zusammengebunden? Ach, es scheint, dass sie feststecken”. Dem Jungen gebührt Anerkennung, da er sofort seine Hände wieder faltete und die Haltung wieder einnahm, die der Würde dieses Anlasses entsprach und von einer gesunden geistlichen Erziehung zeugt. Jedoch fragt man sich, welche Wirkung eine so öffentliche Demütigung, die nun der ganzen Welt permanent zugänglich ist, auf das Geistesleben eines empfindsamen jungen Menschen haben könnte.

In der vielleicht gröẞten Ihrer Beleidigungen der Gläubigen verurteilen Sie in Evangelii Gaudium traditionelle Katholiken aufgrund dessen, was Sie für „einen selbstbezogenen und prometheischen Neu-Pelagianismus“ halten. Indem Sie ihre innere Neigung vermuten, erklären Sie, dass diese Katholiken „sich den anderen überlegen fühlen, weil sie bestimmte Normen einhalten oder weil sie einem gewissen katholischen Stil der Vergangenheit unerschütterlich treu sind“ (Evangelii Gaudium, 94) – als ob unsere heilige Religion „Stile“ enthielte, die unmodern werden könnten so wie die Bekleidungsmode. Sie gehen sogar so weit, „eine vermeintliche doktrinelle oder disziplinarische Solidität“ als ein „narzisstisches und autoritäres Elitebewusstsein“ zu verspotten, „wo man, anstatt die anderen zu evangelisieren, sie analysiert und bewertet...“.


Um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen, Heiliger Vater, müssen wir sagen, dass man den Eindruck hat, Sie selbst hätten eine Menge Zeit damit verbracht, andere zu analysieren, zu kategorisieren und, in der Tat, zu richten – zur wachsenden Bestürzung und Beschämung Ihrer Untergebenen, welche ein solches Verhalten eines Römischen Pontifex niemals erlebt haben. Und dieses Verhalten zeigt keine Zeichen der Abschwächung. Vor kurzem haben Sie auf einer Konferenz über die Ausbildung von Priestern– zum Gelächter im Publikum – bemerkt, dass Sie „Angst haben vor starren Priestern... Ich halte mich von ihnen fern. Sie beissen!“ Was für einen Zweck hat eine derart höhnische Redeweise, wenn nicht den, diejenigen Priester, die noch den Mut haben, die unbeliebten Lehren der Kirche kompromisslos zu verteidigen in einer Welt, die Krieg führt gegen Gott und seine Gebote, zu demütigen und an den Rand zu drängen? Kein Wunder, dass die Massenmedien Ihr Pontifikat preisen!

Aber weit über Worte hinaus, Heiliger Vater, haben Sie die offene Verfolgung von religiösen Orden angeordnet, die vorhatten, die Rechtgläubigkeit, die nüchterne Frömmigkeit, das innere Leben und die liturgische Tradition wiederherzustellen inmitten dessen, was Ihr unmittelbarer Vorgänger als “Katastrophen” und “Leiden”, die die Kirche im Namen von Vatikan II ausgehalten hat, darunter “geschlossene Priesterseminare, geschlossene Klöster, eine banalisierte Liturgie…” beschrieb. Auf gezielte Anordnung von Ihnen hin wurde der florierende Orden der Franziskaner der Immakulata zerstört, auf Grund dessen, was Ihr Apostolischer Kommissar (der später an einem Schlaganfall starb), eine „definitive traditionalistische Tendenz” nannte. Ebenso wurden die angeschlossenen Schwestern der Immakulata einem Apostolischen Kommissar unterstellt auf Grund von Abweichungen”, die in einer vermuteten “prä-konziliären” Ausbildung bestanden – nämlich der traditionellen Liturgie und des traditionellen Klosterlebens, als ob diese heiligen Dinge Ansteckungsgefahren beinhalteten, von denen die Kirche gereinigt werden müsste wie von einer Krankheit. Dies sind die Aktionen eines ideologisch motivierten Diktators und nicht die eines väterlichen Wächters über das heilige Erbgut der Kirche.

Hingegen ist unter Ihrer Aufsicht, nach langjähriger Untersuchung und einem Disziplinarverfahren, die von Papst Benedikt eingeleitet wurden, die Ordensoberinnenkonferenz reingewaschen und keinen disziplinarischen Maẞnahmen unterzogen wordentrotz ihrer Unterstützung von Abtreibung, Sterbehilfe und „gleichgeschlechtlicher Ehe”und ihrer berüchtigten Förderung dessen, was Kardinal Müller, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, beschriebals “fundamentale Irrtümer, die die Allmacht Gottes, die Menschwerdung Christi, die Realität der Erbsünde, die Notwendigkeit der Erlösung und die definitive Natur des rettenden Handelns Christi im Ostergeheimnis betreffen“.

Zum Dritten: Im Einklang mit Ihrer programmatischen Verunglimpfung der traditionellen Kirchenlehre und Disziplin und derer, die diese verteidigen, haben Sie die “Familiensynode” geleitet und kontrolliert, was auf einen dauerhaften Versuch hinauslief, die unfehlbare Lehre der Kirche über Ehe, Fortpflanzung und Sexualität zu verwässern, um sich dem rebellierenden Zeitgeist und der Sittenlosigkeit, die dieser in der ganzen nachchristlichen Zivilisation gefördert hat, anzupassen.

Im Namen
der„Barmherzigkeit”, verkünden nun die progressiven Prälaten, die Ihren Beraterkreis dominieren, darunter der berühmt-berüchtigte Kardinal Kasper – dessen Ansichten Sie seit Anfang Ihres Pontifikatsunterstützt haben – eine falsche Trennung von Lehre und ihrer wesenhaft verbundenen pastoralen Praxis, als ob die Kirche unmoralisches Verhalten im Prinzip verbieten, sich ihm aber in derPraxis anpassen könnte. Wie ein prominenter Kardinales ausdrückte, ist dies „eine Art von Häresie, eine gefährliche schizophrene Pathologie”. Jedoch ist dies zu einem Thema Ihres Pontifikats geworden, da Sie ohne Ende „Barmherzigkeit“ anführen gegen die Sittengesetze der Kirche, die sie zu „kleinlichen Regeln”, Straẞensperren”, „geschlossene Türen” und Kasuistik” abwerten.

Die Progressiven, die Sie persönlich im Sekretariat der Synode und in der Redaktionskommission eingesetzt haben, und die 45 zusätzlichen Progressiven, darunter Kardinal Kasper, die Sie der stimmberechtigten Mitgliedschaft zugefügt haben, haben sich zusammengeschlossen, um die Unauflöslichkeit der Ehe anzugreifen, indem sie eine Zulassung, „von Fall zu Fall“, der Geschiedenen und „Wiederverheirateten“ zur Heiligen Kommunion befürworteten. Dies würde den Umsturz der zweitausendjährigen sakramentalen Disziplin bedeuten, die in den Worten unseres Herrn ihren Ursprung hat: „Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, bricht die Ehe...“ (Lk 16;18). Diese Disziplin war von Benedikt XVIund Johannes-Paul II gegenüber Herausforderungen der Dissidenten der katholischen Lehre – allen voran Kasper – bestätigt worden. Es ist offensichtlich, dass Sie diese Disziplin aufgeben wollen, so wie Sie es taten als Sie Erzbischof von Buenos Aires waren, und als Sie, sogar als Papst, persönlich eine Frau in Argentinien anriefen, die zivilrechtlich mit einem geschiedenen Mann verheiratet war, um ihr zu sagen, dass sie die Heilige Kommunion empfangen könne, obwohl ihr „starrer“ Pfarrer ihr das Gegenteil gesagt hatte.

In der ersten Sitzung der Synode im Jahr 2014 genehmigten Sie persönlich den „Report zur Halbzeit der Familiensynode”, noch bevor die Syodenväter diesen gesehen hatten, und gaben Anweisung, ihn weltweit zu veröffentlichen; dieser niemals von den Synodenvätern genehmigte Report war tatsächlich eine Fälschung, die allem Anschein nach im Vorhinein geschrieben worden war, und entsprach nicht einmal annähernd ihrer tatsächlichen übereinstimmenden Meinung. Dieses schändliche Dokument forderte eine „von Fall zu Fall” Aufgabe der Disziplin der Kirche gegenüber den Geschiedenen und “Wiederverheirateten” und eine „Wertschätzung” der homosexuellen „Orientierung”. Ein mutiger Prälatnannte dies „ein schwarzes Mal, das die Ehre des Apostolischen Stuhles befleckt hat”. Doch nachdem die Synodenmehrheit dieses Dokument zurecht abgelehnt hatte, warfen Sie den „sogenannten...Traditionalistenvor, „sich einschließen zu wollen in das geschriebe Wort... und sich nicht von Gott überraschen lassen zu wollen, von dem Gott der Überraschungen...“. Und danach gaben Sie den Auftrag, dasselbe Dokument zu den Bischöfen der Welt zu senden, zusammen mit drei Paragraphen des Endreports, die nicht die erforderliche Mehrheit bekommen hatten, aber deren Einbeziehung Sie nichtsdestotrotz anordneten, nachdem Sie das „Regelbuch einer Synode zerrissen hatten, die dazu manipuliert worden war, ein voherbestimmtes Resultat zu erzielen, aber durch die Gnade Gottes dieses Ziel verfehlte.

Zur zweiten Sitzung der Familiensynode im Jahr 2015 verlangten Sie, dass alle Beratungen auf der Basis einesInstrumentum Laboris stattfinden sollten, eines Textes, der so heterodox ist, dass eine internationale Koalition von Klerikern und Laien warnte, dass er „das ganze Gerüst der katholischen Lehre über Ehe, Familie und menschliche Sexualität bedroht...“. Als dieses Dokument ebenfalls von der Synodenmehrheit abgelehnt und in letzter Minute durch ein Kompromiss-Dokument ersetzt wurde – das dennoch Öffnungen enthält für den Umsturz der kirchlichen Sakramentaldisziplin–, verurteilten Sie „geschlossene Herzen“, die sich oft verstecken hinter der Kirchenlehre oder guten Absichten, um auf dem Stuhl Moses‘ zu sitzen und über... schwierige Fälle zu richten“. Also verurteilten Sie die Synodenväter, die die beständige sakramentale Disziplin der Kirche verteidigt hatten. 
 

In Ihrer offensichtlichen Entschlossenheit, den Geschiedenen und zivilrechtlich „Wiederverheirateten” entgegenzukommen, die Sie unerklärlicherweise als die Armen“bezeichnen, haben Sie kurz vor der Synode 2015 im Geheimen und ohne den Rat einer kompetenten Dikasterie des Vatikans einzuholen, eine plötzliche und drastische „Vereinfachung“ des Verfahrens zur Annullierung der Ehe ausgearbeitet. Ein weltbekannter Kirchenrechtler, der den Alarm widerspiegelte, den diese unvorsichtige „Reform“ weit und breit ausgelöst hat, hat sie beschrieben als „einen Weg bereitend, der aussieht wie die katholische Version der verschuldungsunabhängigen Scheidung“. Sie selbst haben frei zugegeben, dass es Ihnen „nicht entgangen ist, wie sehr ein abgekürztes Verfahren das Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe gefährden könnte...“.

Zum Vierten: Im Einklang mit Ihrer erstaunlichen Bemerkung – die prompt von den Massenmedien gepriesen wurde –, dass die Kirche „vonAbtreibung, homosexueller Ehe und Verhütungsmethoden besessen sei”, haben Sie nach eigenem Eingeständnis „nicht viel über diese Dinge gesprochen, und dies ist mir vorgeworfen worden”. Doch bedrohen diese schweren Übel das Überleben unserer Zivilsation inmitten einer „Kultur des Todes” und „stillen Apostasie”, wie Johannes Paul II es ausdrückte. Während Sie sich recht lautstark über viele politischen Problemegeäuẞert haben, hüllten Sie sich gänzlich in Schweigen, als das einstmals katholische Irland die „homosexuelle Ehe” via Volksabstimmung legalisierte und der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten diese Abscheulichkeit allen fünfzig Staaten aufzwang.

Andererseits, während die westliche Welt in einen Abgrund der Verdorbenheit herabsinkt und fanatische Muslime im gesamten Mittleren Osten, in Afrika und sogar im Herzen Europas Christen massakrieren, beschäftigen Sie sich mit dem „Klimawandel”. Ihre buchlange Enzyklika „Laudato Si“, die einzige Enzyklika, die Sie herausgebracht haben, postuliert die Existenz einer „ökologischen Krise“ und adoptiert unkritisch die ideologisch motivierten, stark angefochtenen, Behauptungen der „Klimaforschung“, obwohl einem Papst jegliche Kompetenz fehlt, diese zu beurteilen, geschweige denn sie den Gläubigen als unumstössliche Tatsachen vorzulegen.

Dieselbe Enzyklika beklagt die „globale Erwärmung”, die übermäẞige Benutzung von Klimaanlagen, den Verlust von Mangrovensümpfen, die mutmaẞliche Bedrohung für Plankton und Würmer und das Aussterben von verschiedenen Pflanzen und Tieren – all dies wird als Vergehen gegen Gott gewertet –, sogar bevor die Abtreibung Erwähnung findet (während es völlig versäumt worden ist, die höchst widernatürliche Praxis der Empfängnisverhütung zu erwähnen). Was die Abtreibung betrifft, spricht die Enzyklika nur von einem „Versagen, den menschlichen Embryo zu beschützen”, obwohl Abtreibung in Wirklichkeit ein brutaler Massenmord an unschuldigen Menschen ist, welche im Mutterleib in Stücke gerissen werden oder sogar während der Geburt mit chirurgischen Scheren zu Tode gestochen werden.

Nicht überraschend hat Laudato Si bei den Mächten der Weltallgemeine Anerkennunggefunden als ein Teilstück der „Franziskus-Revolution, welche die Medien, inklusive der progressiven „katholischen“ Presse, Ihr gesamtes Pontifikat hindurch gelobt haben.

Zum Fünften: Sie sind immer wieder über alle doktrinellen Unterschiede zu den Protestantenals unbedeutendhinweggegangen und haben, fälschlicherweise, wiederholt erklärt, dass „alle Getauften Mitglieder desselben Leibes Christi seien, seine Kirche.“ Sie ignorieren auch die Lehren von Johannes-Paul IIBenedikt XVIund jedem Papst jedem Papstvor ihnen, darunter Pius XI, der genau das Gegenteil lehrte,was den Zustand der Protestanten betrifft: „Der mystische Leib Christi, das ist die Kirche, ist ja eine Einheit, zusammengefügt und zusammengehalten wie der physische Leib Christi, und so ist es töricht und unangebracht zu sagen, der mystische Leib könne aus getrennten und zerstreuten Gliedern bestehen. Wer mit dem mystischen Leib Christi nicht eng verbunden ist, der ist weder ein Glied desselben, noch ist er in Gemeinschaft mit Christus, dem Haupt.“ (Mortalium Animos 22-24)

Diesbetreffend scheinen Sie achtlos zu sein gegenüber einer sich ständig verschlimmernden Unmoral und Häresie unter denjenigen protestantischen Sekten, die an einem end- und sinnlosen „ökumenischenDialog“ mit dem Vatikan teilnehmen. Nach fünfzig Jahren „Dialog” dulden diese Sekten die Ehescheidung, Empfängnisverhütung, Abtreibung, Homosexualität und „gleichgeschlechtliche Ehe“, geben vor, Frauen und Homosexuelle als „Priester“ und „Bischöfe“ zu weihen und fahren hartnäckig damit fort, grundlegende Dogmen der einzig wahren, von Christus zur Rettung der Welt offenbarten Religion abzulehnen.

Was ist mit der Wahrheit, die uns frei macht (Johannes 8:32)? Und was mit dem Zeugnis zahlloser Heiliger und Märtyrer, die alles dafür eingesetzt haben und sogar ihr Leben dafür gegeben haben, den katholischen Glauben zu verteidigen und weiterzugeben, im Widerstand zu den vielfältigen Irrtümern und der Zerstörung der Gesellschaft, welche die Reformation hervorgebracht hat und deren letztendliche Folgen sich vor unseren Augen abspielen?

Zum Sechsten: In den letzten Tagen scheinen Ihre öffentlichen Äuẞerungen zunehmend sorglos und ungeordnet geworden zu sein, was noch grösseren Skandal und Besorgnis unter den Gläubigen verursacht.

Am Sonntag den 15. November, während Sie
an einer Lutherisch-Evangelischen Gebetsfeier teilnahmen, sagten Sie, dass katholische und lutherische Lehren, die Christus betreffen, „dieselben” seien, und dass es sich nur um eine Frage von „katholischer Sprache” gegenüber „lutherisch-evangelischer Sprache“ handle. Sie charakterisierten die als Dogma erklärte und ontologische Realität der Transsubstantiation als lediglich „Erklärungen und Interpretationen”, und verkündeten: „Das Leben ist gröẞer als Erklärungen und Interpretationen” – als ob das „Leben“ gröẞer sei als die Realpräsenz des Mensch gewordenen Gottes in der Heiligen Eucharistie, was die Protestanten verneinen.

Bei derselben Gelegenheit haben Sie angedeutet, dass es Aufgabe der Theologen sei, zu entscheiden, ob Protestanten die Heilige Kommunion empfangen dürfen, obwohl die Kirche schon unfehlbar festgelegt hat, dass dies ohne Bekehrung und ohne Bekenntnis desselben Glaubens wie die Katholiken nicht möglich ist. Sie behaupteten, dass diese Angelegenheit auẞerhalb Ihrer „Kompetenz” läge – dabei ist doch genau der Papst dafür zuständig, die Kirchenlehre diesbezüglich aufrechtzuerhalten – und Sie meinten, dass eine Lutheranerin, die mit einem Katholiken verheiratet ist, die Heilige Kommunion empfangen könnte, nachdem sie „mit dem Herrn gesprochen“ hätte, aber dass Sie es „nicht wagten, mehr zu sagen“. Aber Sie hatten schon viel zu viel gesagt, indem Sie öffentlich eine Angelegenheit von groẞer Wichtigkeit für das Seelenheil an das fehleranfällige persönliche Gewissen des Einzelnen übergaben: „Denn wer unwürdig iẞt und trinkt, ohne den Leib des Herrn zu unterscheiden, der isst und trinkt sich das Gericht“ (1 Kor. 11:29).

Am 21. November haben Sie einer weltweiten Konferenz Katholischer Erzieher eklärt: „Bekehrt niemals aktiv in Schulen. Christliche Erziehung bedeutet, die jungen Menschen in der kompletten Realität mit menschlichen Werten aufzuziehen, und Transzendenz ist einer von diesen.” Im Gegenteil, katholische Erziehung besteht vor allem in der Einprägung göttlicher Werte: Das Evangelium und was es von Katholiken verlangt, ja sogar von der ganzen Welt, nicht nur menschliche Werte oder eine unbestimmte „Transzendenz“, ihres wahren Bezugspunkts beraubt, welcher Gott ist, der sich selbst in der Person Christi, dem Fleisch gewordenen Wort, offenbart hat.

Auf Ihrer Afrikareise, vom 25.-30. November, haben Sie die Meinung geäuẞert, dass die Welt aufgrund des Klimawandels „am Rande des Selbstmordsstünde. So wie Ihr ganzes Pontifkat hindurch, haben Sie es versäumt, die wahre Bedrohung des gesellschaftlichen Selbstmords in unserer Zeit anzusprechen, von der Ihr groẞer Vorgänger, der Ehrwürdige Diener Gottes Papst Pius XII, erklärte: „Fast die ganze Menschheit ist heute in zwei feindliche Lager aufgespaltet, für oder wider Christus. Die Menschheit schwebt in großer Gefahr; das Ende davon kann nur sein: entweder das Heil Christi oder der grauenhafteste Zusammenbruch.“ (Evangelii Praecones, 70). Indem Sie ständig die Aufmerksamkeit der ganzen Kirche auf eine „ökologische Krise“ lenken, bewirken Sie, dass die Gläubigen die Christologische Krise aus den Augen verlieren, welche das ewige Heil von zahllosen Seelen in unserer Zeit bedroht.

Während der Pressenkonferenz auf dem Rückflug von Afrika nach Rome, haben Sie schon wieder fundamentalistische” Katholiken angeprangert, indem Sie den absoluten Glauben der rechtgläubigen Mitglieder Ihrer Herde, der auf dem geoffenbarten Wort Gottes und der unfehlbaren Glaubens- und Sittenlehre des Magisteriums beruht, verspotteten:

„Fundamentalismus ist eine Krankheit, die es in allen Religionen gibt... Wir Katholiken haben einige – und nicht nur einige, viele, eh? – die glauben, dass sie die absolute Wahrheit besitzen (che si credonono con la verita assoluta) und die sich aufmachen, andere mit falschen Anschuldigungen und Fehlinformationen zu beschmutzen, und sie tun Böses.... Religiöser Fundamentalismus ist nicht religiös, denn es fehlt Gott, und er ist götzendienerisch so wie die Vergötterung des Geldes“.

Nachdem Sie „viele” Mitglieder Ihrer eigenen Herde als gottlose Götzendiener denunziert hatten, deuteten Sie später eine moralische Gleichstellung von Christen und muslimischen Fanatikern an, welche Christen in der ganzen Welt niedermetzeln, foltern, vergewaltigen, versklaven und ins Exil vertreiben: „Man kann keine Religion auslöschen, nur weil da einige oder eine Anzahl von Gruppen von Fundamentalisten sind zu einem Zeitpunkt in der Weltgeschichte....Denkt an alle Kriege, die wir Christen geführt haben. Es waren nicht die Muslime, die für die Plünderung Roms verantwortlich waren.“

So haben Sie wieder einmal die Kirche – und sich selbst – durch eine undurchdachte, einem Römischen Pontifex unwürdige, Bemerkung beschämt. Die historischen Tatsachen fordern eine Richtigstellung Ihres groben Fehlers:

Zuallererst, die Moslems
plünderten Rom im Jahr 846, sie raubten die alte Sankt Peterskirche aus und und veranlassten Papst Leo IV, die „Leoninische Mauer” zu bauen, um den Sitz des heiligen Petrus gegen den Islamischen Jihad zu verteidigen.

Zweitens, sollten Sie sich auf die Plünderung Roms von 1527durch die Armee des Kaisers Karl V beziehen, diese hatte nichts mit religiösem Fundamentalismus” zu tun, sondern es ging hierbei um einen politischen Vergeltungsschlag gegen Clemens VII, einen schwachen und schwankenden Papst, welcher unbedacht eine Allianz mit dem König von Frankreich (Franz I) geschlossen hatte, mit welchem Karl sich im Krieg befand. Tatsächlich befanden sich deutsche Söldner in der Armee des Kaisers, unter denen die meisten Lutheraner waren, und diese waren hauptsächlich verantwortlich für die Verwüstung der Heiligen Stadt und für die Gewalt, welche den katholischen Einwohnern angetan wurde.

Drittens, zur selben Zeit waren bekanntlich muslimische Marodeure – welche in der Tat gewalttätige „Fundamentalisten” waren –, dabei, das ottomanische Reich durch die Eroberung christlicher Lande auszuweiten, bis zur überwältigenden und wundersamen Niederlageder muslimischen Flotte bei der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571, die eine muslimische Eroberung ganz Europas und wahrscheinlich eine weitere muslimische Plünderung Roms verhinderte.

Noch gröẞeren Skandal riefen Sie hervor, als, in Beantwortung der Frage, ob die Kirche „ihre Position ändern sollte” bezüglich der Unmoral der Empfängnisverhütung, um den Gebrauch von Kondomen als eine Methode zur Begrenzung neuer HIV Infektionen zu erlauben, Sie auf diese üble Praxis als „eine der Methoden“ verwiesen und so diese zu legitimisieren schienen,
während Sie darauf hinwiesen, dass dies ein moralisches Dilemma für die Kirche bedeutet, und es sogar mit dem Heilen unseres Herrn am Sabbat veglichen: „Die Frage erscheint mir zu unbedeutend, sie erscheint mir auch nur als eine Teilfrage. Ja, es ist eine der Methoden. Und die Morallehre der Kirche befindet sich, denke ich, in diesem Punkt in einer Verlegenheit. Also, das fünfte oder das sechste Gebot? Leben verteidigen (mit Kondomen!), oder dass sexuelle Beziehungen für Leben offen sein sollen? Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist gröẞer. Diese Frage lässt mich an eine denken, die man einst Jesus stellte: ‚Sage mir, Meister, ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?‘ Es ist geboten zu heilen.... Aber Unterernährung, die Entwicklung der Person, Sklavenarbeit, der Mangel an Trinkwasser, dies sind die Probleme. Lasst uns nicht darüber sprechen, ob man diese oder jene Art Heftpflaster [cerotto] für eine kleine Wunde verwenden kann, die groẞe Wunde, das sind soziale Ungerechtigkeit, Vergehen gegen die Umwelt...“

So schienen Sie zu akzeptieren, dass man diese „Methode” in Betrachtung ziehen kann, wenn Sie es auch für eine ziemlich nebensächliche Angelegenheit halten (ein Heft-Pflaster), obwohl sie den auẞerehelichen Geschlechtsverkehr begünstigt sowie eine Kultur von totaler sexueller Verdorbenheit. Sodann ordneten Sie das Moralgesetz der Sorge um soziale und umweltbedingte Gerechtigkeit unter! Und so ist die Kirche, noch einmal, durch Skandal und Verwirrung verwundet worden aufgrund Ihrer Gewohnheit, der Presse gegenüber sorglose Bemerkungen aus dem Stegreif zu machen, die gewichtige moralische und theologische Fragen betreffen und von denen ein Papst nur mit höchster Vorsicht und Behutsamkeit, unter Anrufung des göttlichen Beistands, reden oder schreiben sollte.

Schlieẞlich ist gerade auf der Internetsite des Vatikan
ein Interview Eurer Heiligkeit in der Wochenzeitung Credere erschienen, in dem Sie (schon wieder) auf Kardinal Kasper’s falsches Verständnis von „Barmherzigkeit“ wohlwollend anspielenund enthüllen, dass Sie eine Revolution der Zärtlichkeit” durchführen wollen – eine Anspielung auf den Titel des Buches von Kardinal Kasper, welches sie lobt: Papst Franziskus: Revolution der Zärtlichkeit und der Liebe. Sie erklären, dass diese Revolution der Zärtlichkeit” während Ihres Jubiläums der Barmherzigkiet stattfinden wird, welches so viele Gesten” einschlieẞen wird, darunter „eine verschiedene Geste an einem Freitag jedes Monats”.

Ihr erklärtes Motiv für die Revolution der Zärtlichkeit” ist, wie sie sagen, dass die Kirche manchmal einer harten Linie folgt, sie fällt in die Versuchung, einer harten Linie zu folgen, in die Versuchung nur die Moralgesetze zu betonen, viele Leute sind ausgeschlossen.” Sie bekräftigen das Anliegen Ihres Interviewers, dass die Kirche einen Gott entdecken muss, der gerührt ist und Mitleid mit dem Menschen hat“, indem Sie antworten: „Das zu entdecken wird uns dazu führen, eine tolerantere, geduldigere, zärtlichere Einstellung zu haben“ – als ob es der Kirche an Geduld und Mitleid mit Sündern vor Ihrer Wahl gefehlt hätte.

Was sind diese verblüffenden Behauptungen, wenn nicht eine nie dagewesene Drohung durch einen Römischen Pontifex, „Moralgesetze“ zu missachten – das heiẞt die beständige Lehre des unfehlbaren Magisteriums – im Namen einer falschen Barmherzigkeit, offensichtlich mit Bezug auf die Geschiedenen und „Wiederverheirateten“ und andere, die Sie in irgendeiner Weise für „ausgeschlossen“ halten? Was sollen wir von einem Papst halten, der behauptet, dass die Kirche, die Christus gegründet hat, um unfehlbar Glaube und Moral zu lehren, in eine Versuchung „gefallen“ sei, eine „harte Linie“ einzuschlagen in der Moral? Was auẞer Schrecken sollen die Gläubigen empfinden, wenn ein Papst solche Dinge sagt, welche vom Stuhl des heiligen Petrus 2000 Jahre lang nie gehört wurden?

Die Katholiken wissen, daẞ eine wahre Revolution der Zärtlichkeit in jeder Seele stattfindet, der die Taufe zuteil wird oder die, der Gnade der Reue folgend, den Beichtstuhl betritt mit einem festen Vorsatz der Besserung und einem zerknirschten Herzen, die Last der Sünden gesteht, die Absolution durch einen Priester empfängt, der in persona Christi handelt, und „weiẞ wie Schnee“ hervorgeht,
um Ihren unmittelbaren Vorgänger zu zitieren, als dieser vom Beichtgeheimnis sprach. Die katholische Kirche war immer eine unausschöpfbare Quelle der göttlichen Barmherzigkeit durch ihre Sakramente. Was kann Ihre beabsichtigte „Revolution“ hinzufügen zu dem, was Christus in Seiner Kirche schon vorgesehen hat? Können Sie eine Amnestie für die Todsünde erlassen? Können Sie vergeben, was ohne Reue und Zerknirschung nicht vergebbar ist? Können Sie die Barmherzigkeit Gottes selbst übertreffen?

Der Eindruck wächst täglich, dass Sie, obwohl Sie der Stellvertreter Christi sind, einfach kein Interesse haben, Glaube und Moral zu verteidigen, welche angegriffen werden wie nie zuvor, noch irgendeine Absicht, die umherziehenden Schafe in die Schafherde zu rufen, die unser Herr zu ihrer Rettung gegründet hat. Im Gegenteil, Sie scheinen Ihr Pontifikat einem regelrechten Programm lehrmäẞiger und disziplinärer Laxheit gewidmet zu haben, dessen Thema die regelmäẞige Brandmarkung rechtgläubiger Katholiken ist, verbunden mit Anklagen, dass die Kirche der Barmherzigkeit entbehrt. Gleichzeitig verfolgen Sie soziale und politische Angelegenheiten, in denen ein Papst weder Kompetenz noch Autorität hat, wie etwa Klimawandel”, Umweltideologie und die Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten.

Nachdem sie von einem Sturm der Auseinandersetzung nach dem anderen hin und her gerüttelt wurden, verursacht durch Ihre beispiellosen Worte und Taten, fühlen die Gläubigen zunehmend, als ob „
das Schiff der Kirche seinen Kompass verloren hätte.

§

Insgesamt, Heiliger Vater, haben Sie in den letzten zweieinhalb Jahren das einmütige Lob der Welt geerntet, während Sie das Reich der Kirche in einen Zustand der Verwirrung und Spaltung gestürzt haben. Sie haben die Rechtgläubigen lächerlich gemacht, getadelt und verurteilteit, hingegen grenzenlose Toleranz für vom Glauben und von der Sexualmoral Abweichende gezeigt, und Sie haben Pläne geschmiedet, die sakramentale Disziplin zu untergraben, welche gerade durch den Papst verteidigt worden war, den Sie heilig gesprochen haben. Überall begleitet durch den Beifall der Medien und den Jubel der Massen, scheinen Sie auf die Mahnung unseres Herrn nicht zu achten: „Wehe Euch, wenn die Menschen Euch loben: Denn so machten es ihre Väter mit den falschen Propheten.“

Die Situation hat einen Punkt erreicht, an dem ein älterer Vatikanbeamter, der die Sorgen von Katholiken aller Bereiche wiedergab, gezwungen war,
einen weltbekannten katholischen Journalisten zu warnen, dass „dieses Pontifikat ernste Risiken enthält für die Unversehrtheit der katholischen Lehre in Glaube und Moral.“

In Übereinstimmung mit diesem Prälaten, Gott und unserem Gewissen verpflichtet, erklären wir öffentlich, dass Ihr Pontifkat nur als eine klare und gegenwärtige Gefahr für die Kirche gesehen werden kann, eine Gefahr, die mit jedem Tag zuzunehmen scheint. Tatsächlich sind die schädlichen Wirkungen Ihres Pontifikats überall offensichtlich, angesichts von Katholiken in der ganzen Welt, die die kirchliche Lehre in Glaube und Sitten immer abschätziger behandeln, indem Sie als ihren Bezugspunkt Ihre Worte und Taten nehmen – triumphierend in der Welt durch die Medien verkündet – an Stelle der unfehlbaren Lehre des Lehramts in Glaube und Moral über die vergangenen 2000 Jahre.

Nun, da Sie der Kirche „harte Linie“ in „moralischen Geboten“ verurteilen und eine „Revolution der Zärtlichkeit“ verkünden, sind wir konfrontiert mit der unmittelbaren Gefahr von beispiellosen „Gesten“ der „Barmherzigkeit“, die das moralische Gefüge der Kirche zu untergraben drohen zum groẞen Schaden der Seelen, deren Heil auf dem Spiel steht. Unter diesen Gesten wäre möglicherweise eine postsynodale apostolische Exhortation, welche die Zulassung von öffentlichen Ehebrechern zur Heiligen Kommunion entsprechend dem Urteil einzelner Bischöfe und Bischofskonferenzen gestattet. Dies würde nichts weniger als ein Massensakrileg bedeuten, die praktische Zerstörung der kirchlichen Einheit, die de facto Abschaffung der Lehre von der Todsünde und der Erfordernis des Gnadenstandes für ein sakramentales Leben, den Zusammenbruch der kirchlichen Morallehre und letztlich eine Preisgabe sogar des Anspruchs auf ein unfehlbares Lehramt. Man hat den Eindruck einer nahezu apokalyptischen Wende der Ereignisse in der Geschichte der Kirche. 
 

Wir wagen nicht, über Ihre subjektiven Motive oder Absichten zu urteilen bezüglich dessen, was Sie gesagt und getan haben zum Schaden der Kirche im Laufe eines turbulenten Pontifikats, desgleichen die Kirche noch nie gesehen hat. Aber wir können nicht schweigen angesichts des objektiven Schadens, den die Kirche bereits erlitten hat, unter dem endlosen Lob der Welt für den Papst des Volkes, oder des weiteren Schadens, der nun unmittelbar bevorzustehen scheint.

Um nochmals die Worte Ihres Vorgängers ins Gedächtnis zu rufen: Ein Papst muss seine Macht ausüben, „um sich und die Kirche dem Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes zu verpflichten, entgegen jedem Versuch, es anzupassen oder zu verwässern und jeder Form des Opportunismus“. Sobald ein Papst unfähig ist oder nicht willens, dieses Ziel zu verfolgen, sobald er tatsächlich entschlossen erscheint, dagegen zu handeln, wäre der Kirche nicht besser gedient, wenn er auf das erhabenste Amt des Stellvertreters Christi verzichtete? Besser dies, als einen fatalen Kompromiss der kirchlichen Lehre und Disziplin zu riskieren und die 2000-jährige apostolische und kirchliche Überlieferung umzustürzen und gemäẞ der berühmten Formel Papst Pius V, “den Zorn des Allmächtigen Gottes und der heiligen Apostel Peter und Paul” auf sich zu ziehen.

8. Dezember 2015
Fest der Unbefleckten Empfängnis


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